Aktuelles

Neues aus dem Sihlwald und dem Langenberg

Elche im Wildnispark Zürich

15-jährige Elchkuh altershalber getötet

Am 16. September wurde die 15-jährige Elchkuh im Tierpark Langenberg getötet. Ihr Gesundheitszustand hatte sich in den letzten Jahren zunehmend verschlechtert. Nach sorgfältiger Abwägung entschied sich der Wildnispark deshalb für die Tötung des Tieres. Die Elchkuh wurde anschliessend den Raubtieren im Tierpark verfüttert.

Die ältere der beiden im Wildnispark Zürich  lebenden Elchkühe hatte mit 15 Jahren ein für Zooverhältnisse sehr stattliches Alter erreicht. Sie kam 2011 aus einer Elchzucht in Schweden in den Wildnispark Zürich, und war den Mitarbeitenden und den Gästen des Tierparks sehr ans Herz gewachsen. Sie brachte mehrmals Jungtiere zur Welt und war die Mutter des aktuellen Zuchtstiers.

Die Rückeroberung

Monitoring der Rothirsche im Mittelland

Vor 175 Jahren ist der Rothirsch in der Schweiz ausgestorben. Doch der «König der Wälder» kehrte zurück und erobert nun langsam das Mittelland.  Der Sihlwald bietet den Tieren ein wichtiges Rückzugsgebiet.

Heute kann man sich das fast nicht mehr vorstellen, aber im Jahr 1850 war der Rothirsch in der Schweiz ausgestorben. Grund dafür waren der Raubbau am Wald und die Jagd.

Weiterer Luchs aus dem Wildnispark Zürich in Thüringen ausgewildert

Im deutschen Bundesland Thüringen läuft derzeit ein grosses Wiederansiedlungs­projekt für Luchse. Heute Morgen wurde das 2025 im Wildnispark Zürich geborene Weibchen «Wangari» ausgewildert. Sie folgt damit «Vreni» aus dem Wildnispark Zürich, die bereits seit zwei Jahren durch den Thüringer Wald streift.

Im 19. Jahrhundert wurde der Luchs in weiten Teilen von West- und Mitteleuropa ausgerottet. Dank Wiederansiedlungsprojekten konnte sich die grösste Katze Europas in einigen Gebieten wieder etablieren, doch langfristig ist der Fortbestand der «Pinselohren» nicht gesichert. Die einzelnen Populationen sind zu klein und geografisch voneinander isoliert. So läuft die Luchspopulation Gefahr, ihre genetische Vielfalt zu verlieren. Dadurch werden die Tiere anfälliger für Krankheiten.

Der Kleine Abendsegler

Europäische Fledermaus des Jahres

Der Kleine Abendsegler (Nyctalus leisleri) ist von BatLife Europe zur Fledermaus der Jahre 2026/2027 gewählt worden. Die kleine Fledermaus legt erstaunliche Wanderungen zurück und kommt auch im Wildnispark Zürich vor.

In der Schweiz ist der Kleine Abendsegler (Nyctalus leisleri) bis weit oberhalb der Baumgrenze anzutreffen. Noch ist der Kleine Abendsegler weit verbreitet, aber vielerorts gerät er zunehmend unter Druck. Wie viele waldbewohnende Fledermausarten ist auch er auf alte, höhlenreiche Bäume angewiesen. Der Wildnispark Zürich kann das den Tieren zum Glück an mehreren Standorten bieten.

Good News von Wildnispark-Luchs Verena

Erster Luchsnachwuchs nach 200 Jahren in Baden-Württemberg

Der erste Luchsnachwuchs nach 200 Jahren in Baden-Württemberg ist ein grosser Erfolg für das Auswilderungsprojekt «Luchs Baden-Württemberg». Luchsweibchen Elisabeth und das im Wildnispark Zürich geborene Weibchen Verena haben Jungtiere geboren.

Das deutsche Bundesland Baden-Württemberg hat sich zum Ziel gesetzt, mittels Bestandsstützung den genetischen Austausch von Luchsen im Schwarzwald mit benachbarten Luchsbeständen im Schweizer Jura, den Vogesen oder dem Pfälzer Wald zu ermöglichen.

Feuerverbot im Sihlwald und im Tierpark Langenberg

Achtung, Waldbrandgefahr!

Wegen der anhaltenden Trockenheit besteht sehr grosse Waldbrandgefahr. Darum gilt im Sihlwald und im Tierpark Langenberg ein absolutes Feuerverbot. Dies gilt insbesondere auch für Anzünden von Feuerwerken und Wunderkerzen.

Im ganzen Perimeter des Sihlwalds, auf dem Areal des Besucherzentrums Sihlwald sowie im Tierpark Langenberg gilt ein Feuerverbot.

Luchs-Nachwuchs im Wildnispark Zürich

Engagement für Artenschutz

Im Tierpark Langenberg ist wieder ein junger Luchs geboren worden. Mit etwas Glück lässt er sich vom Spazierweg, der Richtung Orellihaus führt, beobachten.

Unsere Tierpflegerin konnte das Jungtier beim Säugen durchs Fernglas fotografieren. 

Besucherattraktion in Sihlwald

Neuer Einblick in die Unterwasserwelt der Sihl

Bei der Fischotteranlage in Sihlwald lässt sich die Unterwasserwelt der Sihl entdecken. Nun wurde die Ausstellung neu gestaltet. Ein Besuch lohnt sich!

Der Wildnispark Zürich bietet den Besucherinnen und Besuchern bei der Fischotteranlage auch einen spannenden Einblick in das verborgene Unterwasserleben der Sihl. Im Aquarium leben einheimische Fischarten und bedrohte, einheimische Flusskrebse.

©Wildnispark Zürich / Nils Kuhn©Wildnispark Zürich / Nils Kuhn

©Wildnispark Zürich / Nils Kuhn

Damhirschkalb

Nachwuchs im Wildnispark Zürich

Jungtiere im Tierpark Langenberg

In den vergangenen Wochen gab es im Wildnispark Zürich zahlreich Nachwuchs. Zu entdecken gibt es beispielsweise drei Wisentkälber, ein Przewalskifohlen, Steinbockkitze und Frischlinge bei den Wildschweinen.

Ein Ausflug in den Tierpark Langenberg lohnt sich derzeit ganz besonders: Momentan kann man bei mehreren Tierarten Nachwuchs beobachten. So klettern bei den Steinböcken mehrere verspielte Kitze auf dem Kletterfelsen herum. Bei den Wisenten hat es dieses Jahr drei Kälber gegeben und bei den Przewalskipferden hat ein Fohlen das Licht der Welt erblickt. Die Wildschweinfrischlinge, welche an Ostern geboren wurden, sind inzwischen schon etwas grösser, allerdings kann man sie immer noch gut an ihrer gestreiften Fellmusterung erkennen. Wer scharfe Augen hat, findet vielleicht eines der kleinen Damhirschkälber, welche  versteckt im Gras liegen. Zahlreiche «Jöö»-Effekte sind auf jeden Fall garantiert.

Tschüss Fichte!

Die Rottannen sterben ab.

Im Moment lässt sich im Sihlwald ein historisches Ereignis beobachten: Die Rottannen sind am Absterben. Wer den Sihlwald regelmässig besucht, merkt deutlich: Hier passiert etwas!

Ein Spaziergang durch den Sihlwald zeigt: Die Rottannen sind am Absterben. Überall stehen dürre Stämme; zahlreiche Bäume liegen längst am Boden. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig: Die Fichte – so wird die Rottanne auch genannt – wurde im Mittelland künstlich eingebracht. Von Natur her, wächst sie in höheren Lagen. Hitze und Trockenheit verträgt diese Baumart jedoch schlecht, die Klimaerwärmung bereitet ihr zusätzlichen Stress. Die Auswertung von Satellitenaufnahmen zeigt: Seit 2018 sind im Sihlwald über dreissig Prozent der Rottannen abgestorben.