Mittwoch, 16. September 2026

Elche im Wildnispark Zürich

15-jährige Elchkuh altershalber getötet

Am 16. September wurde die 15-jährige Elchkuh im Tierpark Langenberg getötet. Ihr Gesundheitszustand hatte sich in den letzten Jahren zunehmend verschlechtert. Nach sorgfältiger Abwägung entschied sich der Wildnispark deshalb für die Tötung des Tieres. Die Elchkuh wurde anschliessend den Raubtieren im Tierpark verfüttert.

Mittwoch, 16. September 2026

Die ältere der beiden im Wildnispark Zürich  lebenden Elchkühe hatte mit 15 Jahren ein für Zooverhältnisse sehr stattliches Alter erreicht. Sie kam 2011 aus einer Elchzucht in Schweden in den Wildnispark Zürich, und war den Mitarbeitenden und den Gästen des Tierparks sehr ans Herz gewachsen. Sie brachte mehrmals Jungtiere zur Welt und war die Mutter des aktuellen Zuchtstiers.

Seit gut vier Jahren war ihr Gesundheitszustand fragil und wurde deshalb engmaschig überwacht. In den vergangenen zwei Jahren benötigte die Elchkuh mehrmals medizinische Betreuung. Zudem verlor sie zusehends an Gewicht und Muskelmasse. Der Entscheid, das Tier nun zu töten, war nicht leicht. Er wurde im Sinne eines verantwortungsbewussten Populationsmanagements getroffen. Aktuell verbleiben im Tierpark Langenberg drei Elche: Das aktuelle Zuchtpaar und das Jungtier aus dem Jahr 2025 – ein Stier. Für diesen wird derzeit ein Platz in einem anderen Zoo gesucht.

Tiere töten kann Überleben einer Art sichern

Zu den wichtigsten und herausforderndsten Aufgaben in einem wissenschaftlich geführten Zoo gehört ein umsichtiges Populationsmanagement aller gehaltenen Tierarten. Dazu zählt einerseits der regelmässige Austausch von Zuchttieren zwischen Zoos, um Inzucht zu verhindern und den Genpool der Art zu bewahren. Andererseits müssen manchmal ältere Tiere zugunsten der fortpflanzungsfähigen, jüngeren Tiere Platz machen. Nur so kann das Überleben einer Art in Menschenobhut langfristig gesichert werden. Dies ist bei bedrohten und potenziell bedrohten Arten besonders wichtig, trifft aber für alle gehaltenen Tierarten zu.

Das Foto der Elchkuh wurde Ende 2019 aufgenommen.
©Wildnispark Zürich/Fredy Tschui

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