Futtertiere

Tierwohl auch hinter den Kulissen

Der Wildnispark Zürich legt grossen Wert darauf, dass auch die Tiere, die an die Raubtiere verfüttert werden, ein Leben führen können, bei dem das Tierwohl an erster Stelle steht.

Im Tierpark Langenberg werden auch Küken, Kaninchen und Farbratten gehalten. Sie dienen als Futter für die fleischfressenden Tiere wie Wolf, Luchs und Bär. Das Tierpflege-Team achtet auch bei den Futtertieren auf eine artgemässe und tiergerechte Haltung.

Ratten verstecken sich gerne

Die Farbratten leben in einer grosszügigen Anlage mit zahlreichen Möglichkeiten, sich zurückzuziehen, zu klettern und zu beschäftigen. Äste, Bretter, Erde, Hobelspäne und Karton bieten den Tieren Abwechslung. Sie können Rinde abnagen und aus verschiedenen Materialien Nester bauen. Auch ihre natürlichen sozialen Strukturen können sie ausleben.

Während des Tages läuft in der Anlage der Futterratten jeweils das Radio. Musik wirkt beruhigend auf die Tiere. Da Ratten sehr scheu sind, stehen ihnen viele Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung.

Sand zum Scharren für die Küken

Auch die Futterküken leben in einer Umgebung, in der sie natürliche Verhaltensweisen zeigen können. Wärmelampen sorgen für angenehme Temperaturen und kleine Tannenbäume bilden geschützte Bereiche. Auf dem Sandboden können die Küken scharren und nach Futter suchen. Der Sand wird von ihnen auch aufgenommen und unterstützt die Verdauung.

Freilauf für die Kaninchen

Den Kaninchen steht neben einer geschützten Innenanlage eine grosszügige Aussenanlage zur Verfügung. Dort können sie graben und Höhlen bauen. Für die Geburt ihrer Jungtiere suchen die Weibchen natürlicherweise abgedunkelte Bereiche auf – auch diese Möglichkeit wird ihnen in der Haltung angeboten.

Sorgfalt bis zur Fütterung

Wenn ein Futtertier für die Raubtierfütterung vorgesehen ist, wird es möglichst sanft aus der Anlage geholt. Trächtige oder säugende Weibchen werden nicht verfüttert.

Natürliche Nahrungskette im Tierpark

Gelegentlich verfüttern die Tierpfleger auch Hirsche, Pferde oder Wisente aus dem Park. Meist handelt es sich um Tiere, für die kein Platz in einem anderen Tierpark gefunden wurde oder ältere Tiere, die Platz für fortpflanzungsfähige Jungtiere machen sollen. Rund ein Drittel der Futtertiere stammt aus dem Wildnispark selbst. 

Zusätzlich erhält der Tierpark von von der Wildhut Tiere – etwa überfahrene Rehe oder Hirsche. Auch von Schlachtbetrieben und Privatpersonen können Futtertiere angeliefert werden.