Good News von Wildnispark-Luchs Verena
Erster Luchsnachwuchs nach 200 Jahren in Baden-Württemberg
Der erste Luchsnachwuchs nach 200 Jahren in Baden-Württemberg ist ein grosser Erfolg für das Auswilderungsprojekt «Luchs Baden-Württemberg». Luchsweibchen Elisabeth und das im Wildnispark Zürich geborene Weibchen Verena haben Jungtiere geboren.
Das deutsche Bundesland Baden-Württemberg hat sich zum Ziel gesetzt, mittels Bestandsstützung den genetischen Austausch von Luchsen im Schwarzwald mit benachbarten Luchsbeständen im Schweizer Jura, den Vogesen oder dem Pfälzer Wald zu ermöglichen.
Bislang wurden sechs Luchse ausgewildert, um das kleine Luchsvorkommen zu stärken; eines dieser Tiere war Verena, die 2023 im Wildnispark Zürich geboren wurde (Video der Auswilderung). Nun liegt die Zahl der im Schwarzwald sicher nachgewiesenen selbstständigen Luchse bei zwölf Tieren.
Luchsnachwuchs von Verena nachgewiesen
Nun konnten von zwei ausgewilderten Weibchen Jungtiere nachgewiesen werden: Von Elisabeth, die im Tierpark Chemniz geboren wurde und zur grossen Freude des Wildnispark Zürich auch von Luchsin Verena. Sie ist damit bereits der zweite Luchs aus dem Wildnispark Zürich, der in freier Natur Nachwuchs bekommen hat.
In einer bereits verlassenen Wurfhöhle von Verena konnten zahlreiche Haare sichergestellt werden. Bei der Untersuchung am Senckenberg-Zentrum für Wildtiergenetik wurde DNA von Luchsin Verena und einem Jungtier bestätigt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist der Luchskuder Reinhold der Vater. Eine Begegnung von Reinhold und Verena in der vergangenen Paarungszeit konnte bereits über Fotofallenaufnahmen bestätigt werden. Luchse wechseln während der Jungtieraufzucht regelmässig ihre Lagerstätte.
Ein Beitrag zum Schutz der Biodiversität
«Dass wir nach zwei Jahrhunderten heute wieder Luchsnachwuchs im Schwarzwald verzeichnen können, ist das Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit vieler Partner und zeigt, dass wir im Projekt sehr gut vorankommen. Ich danke allen am Projekt Beteiligten und gratuliere zu diesem Erfolg. Das ist gelebter Artenschutz», erklärt die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges MdL. Das Projekt Bestandstützung leiste einen Beitrag zum internationalen Biodiversitätserhalt und den Biodiversitätszielen der Bundesregierung und der EU.
Zoos leisten einen wichtigen Beitrag
Mehrere der ausgewilderten Luchse stammen aus dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) und sind wertvoll für den Genpool des noch kleinen Luchsvorkommens im Schwarzwald. Der Wildnispark Zürich beteiligt sich auch an diesem Programm und gehört zu den wenigen Zoos in Europa, in denen Luchse gezielt auf ein Leben in Freiheit vorbereitet werden können. Koordiniert werden die verschiedenen Auswilderungsprojekte in Europa durch das Expert:innen-Netzwerk Linking Lynx.
Wer die Luchs-Aufzucht im Wildnispark Zürich finanziell unterstützen möchte, findet hier ein Spendenformular.
Zum Projekt „Luchs Baden-Württemberg“ im Wildtierportal BW

