Anlage in Sihlwald

Das Aquarium befindet sich nicht im Tierpark Langenberg, sondern in Sihlwald, nahe des Besucherzentrums.

Tieranlage Fischotter/Aquarium

Beim Besucherzentrum in Sihlwald befinden sich zwei Fischotteranlagen sowie ein Aquarium.
Details

Aquarium

Unterwasserwelt der Sihl

Der Wildnispark Zürich bietet bei der Fischotteranlage einen einmaligen Einblick in das verborgene Unterwasserleben der Sihl. Kombiniert mit einer spannenden neuen Ausstellung. 

 

Im Aquarium leben einheimische Fischarten und bedrohte, einheimische Flusskrebse. Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist das beliebte Fenster zur Otteranlage, welches einen spannenden Einblick unter Wasser bietet. Dank einer neuen, grossen Lupe lassen sich auch kleinste Unterwasserlebewesen wie Wasserschnecken, Köcherfliegenlarven, Flohkrebse oder Egel beobachten. 

Mehr zum Publikumsliebling – dem Fischotter

Mit etwas Glück sind auch die Otter zu sehen. Diese schwimmen ab und zu vorbei und kontrollieren, ob der Futterautomat wieder mal einen feinen Happen ins Fresskörbchen hat fallen lassen. Holzbänke und grosse Steine aus der Sihl  laden ein zum Sitzen und Verweilen. An einer Hörstation erzählt der Otter aus seinem Alltag und Informationsschilder veranschaulichen die ökologischen Zusammenhänge im sensiblen Lebensraum Wasser.

Das Leben in der Sihl

Wussten Sie, dass von den 54 einheimischen Fischarten 42 Arten entweder gefährdet (Schneider), vom Aussterben bedroht (Bachneunauge) oder bereits ausgestorben (Stör) sind? In der Sihl leben noch sieben einheimische Fischarten und eine Krebsart. Die Bachforelle als ursprüngliche Leitart kommt heute kaum noch vor. Recht häufig sind Barbe und Alet. Im Aquarium des Wildnispark Zürich in Sihlwald finden Sie folgende Arten.

Elritze

Seitenlinie meist nur bis Körpermitte, darüber goldfarbiger Längsstreifen.
Elritzen riechen und hören sehr gut. Werden sie gefressen, dann geben sie einen Schreckstoff ab, der Artgenossen von diesem Ort abschreckt.

Gründling 

Stumpfe Schnauze, zwei kurze Bartfäden im Maulwinkel, dunkle Fleckenreihe entlang der Flanken.
Gründlinge sind durch die Flecken besonders gut getarnt auf sandigem und kiesigem Untergrund.

Schneider

Kleiner geselliger Schwarmfisch. Bauchseitige Flossen mit rötlich eingefärbtem Ansatz. Auffallend: die tief nach unten gebogene Seitenlinie, welche von zwei dunklen Streifen eingefasst wird, die wie eine Schneidernaht aussieht. 

Edelkrebs

Meist dunkel gefärbt, aber sehr variabel, «Bläulinge» sind relativ häufig.
Edelkrebse machen eine Winterruhe. Sie können kurze Zeit auch ausserhalb des Wassers überleben. Die einheimischen Krebsarten sind durch die Einschleppung von ausländischen Krebsarten stark bedroht. Die amerikanischen Krebsarten sind Träger der gefährlichen Krebspest, aber selber immun dagegen. Für die einheimischen Krebsarten endet die Krankheit hingegen tödlich.

Bessere Zugänge zur Sihl dank #hallowasser

Der Unterwassereinblick bei der Fischotteranlage konnte im Rahmen des Projekts #hallowasser des Kantons Zürich neu gestaltet werden. Dieses will der Bevölkerung bessere Zugänge zum Wasser ermöglichen.

Fotos: 
Mirella Wepf, "atelier zwäg" und Manuela Matt

Video:
Nils Kuhn