Mehrere Kartäusernelkenblüten. Pink, mit jeweils fünf Blütenblättern. Sie wachsen als sogenannten Pionierpflanzen auf Ruderalflächen.Kartäusernelke

Kartäusernelke

Die Kartäusernelke zählt zu den sogenannten Pionierpflanzen, welche auf einer Ruderalfläche wachsen.

©Wildnispark Zürich/Abigél Schnellmann

Nach den heftigen Gewittern gibt es viel loses Totholz und umgestürzte Bäume können Wege versperren. Bitte seien Sie vorsichtig und rasten Sie nicht unter dürren Bäumen.

Aufgrund der andauernden Hitzewelle und Trockenheit herrscht im Kanton Zürich erhebliche Waldbrandgefahr (Stufe 3 von 5). Wir bitten Sie, im Sihlwald kein Feuer zu machen. Im Tierpark dürfen Sie die markierten Feuerstellen benutzen. Bitte löschen Sie das Feuer immer vollständig.

Ruderalfläche (Trockenstandort)

Ruderalflächen sind Lebensräume mit steinigem oder sandigem Untergrund, die ein Mosaik aus bewachsenen und offenen Bodenstellen aufweisen. Ruderalflächen werden gerne von sogenannten Pionierpflanzen und bodennistenden Insekten besiedelt.

Material:

  • Freie Bodenfläche von mind. 1 m²
  • nährstoffarmes Substrat, z.B. Wandkies (ungewaschen, ungebrochen und rund); Sand und Natursteine
  • einheimisches Saatgut für Ruderalflächen
  • optional: verschieden grosse Steine und/oder Äste

Aufbau:

  • je nach Beschaffenheit muss die Humusschicht bis zu 40 cm des bestehenden Bodens abgetragen werden
  • Fläche mit nährstoffarmem Substrat auffüllen
  • im Frühling (März-Mai) oder Herbst mit heimischer Samenmischung besäen
  • optional kann die Fläche zusätzlich mit Sandlinsen, Stein- und Asthaufen oder Holzbeigen aufgewertet werden

Funktion:

  • Bietet Nahrung und Lebensraum für Wildbienen und andere Insekten, Reptilien wie Eidechsen, Amphibien und Vögel

Standort:

Ganzjährig sonnig und trockene Standorte sind optimal. Besonders bei bodennistenden Wildbienen sind steile Hänge beliebt. Bereits vorhandene, offene und unbewachsene Standorte eigenen sich gut und benötigen kein zusätzliches Material.

Pflege:

  • stark ausbreitende Pflanzen und Neophyten entfernen
  • nicht giessen, nicht mähen
  • jährlicher Rückschnitt: Ab Mitte März (da Tiere in den Pflanzen überwintern)

Weiterführende Links, Broschüren und Merkblätter:

Samenmischungen

Neophyten erkennen 1

Neophyten erkennen 2

Video: Vom Rasen zur biodiversen Ruderalfläche

Anleitung WFF: Fakten zu Trockenstandorten

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