Von Langnau am Albis nach Hütscheroda
Das Koordinationsgehege am Rande des Nationalparks Hainich
Nicht jeder Luchs, der in einem Zoo geboren wird, kann ausgewildert werden. Die Tiere müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen und sich für ein Leben in der Natur eignen. Im Wildkatzendorf Hütscheroda (D) gibt es ein spezielles, für Besucherinnen und Besucher nicht zugängliches Koordinationsgehege.
Die Luchsanlage im Wildnispark Zürich ist eine von wenigen in Europa, in der junge Luchse auf ein selbstständiges Leben in freier Natur vorbereitet werden können. Sie werden mit möglichst wenig Menschenkontakt aufgezogen und erhalten nur Futtertiere, die denjenigen in der Wildnis entsprechen – zum Beispiel Rehe und Hirsche, mit Haut und Haar.
Im Wildkatzendorf Hütscheroda erhalten die jungen Luchse den letzten Schliff
Im Alter von rund einem Jahr werden die Jungtiere, die als Auswilderungskandidaten in Frage kommen, ins Wildkatzendorf Hütscheroda gebracht. In diesem so genannten Koordinationsgehege werden junge Luchse aus verschiedenen zoologischen Einrichtungen einige Monate lang möglichst fern von Menschen gehalten und weiter auf die Auswilderung vorbereitet. Auch das Verhalten der Luchse wird nochmals genau geprüft: Wie verhalten sie sich gegenüber Hunden? Sind sie scheu genug? Und sind sie vollkommen gesund?
Das Koordinationsgehege wird damit zu einer wichtigen Zwischenstation: Ein Luchs muss für die Freiheit bereit sein. Er soll Menschen meiden, selbstständig Nahrung aufnehmen und sich in seinem neuen Lebensraum zurechtfinden können.
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