Erneut Nachwuchs bei Luchsweibchen Vreni
Erfolgreiche Auswilderung
Erfreuliche Nachrichten aus dem Thüringer Wald: erstmals haben zwei im Rahmen des Projekts "Luchs-Thüringen" ausgewilderte Tiere gemeinsam für Nachwuchs gesorgt. Das Weibchen stammt aus dem Wildnispark Zürich.
Eine Fotofalle hat in der vergangenen Woche die Luchsin Vreni mit einem Jungtier aufgenommen. Die Verantwortlichen des Projekts „Luchs-Thüringen“ gehen davon aus, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit der Luchskuder Ionel der Vater ist. Damit hätten erstmals zwei im Rahmen des Projekts ausgewilderte Tiere gemeinsam für Nachwuchs gesorgt.
Die Aufnahme entstand südlich von Ilmenau, wo Vreni seit ihrer Auswilderung vor zwei Jahren ihr Revier hat. Auch Ionel hat sich in dieser Region niedergelassen. Auf Fotofallenaufnahmen während der Paarungszeit waren beide Tiere zusammen zu sehen.
Zum zweiten Mal Nachwuchs
Bereits im vergangenen Jahr hatte Vreni zwei Jungtiere zur Welt gebracht. Dieser Nachwuchs wurde durch Fotofallenaufnahmen im Februar und März 2026 dokumentiert. Der Vater des 2025 geborenen Nachwuchses ist unbekannt.
Vreni stammt aus dem Wildnispark Zürich, Ionel kam vor anderthalb Jahren als Wildfang aus den rumänischen Karpaten nach Thüringen. Beide Tiere haben sich in der Region um Ilmenau ein Revier gesucht.
Luchse besser vernetzen
Vreni war der erste Luchs aus dem Wildnispark Zürich, der im Rahmen des europaweiten Projekts Linking Lynx in Deutschland ausgewildert wurde. Linking Lynx hat zum Ziel, die isolierten Luchspopulationen in Zentraleuropa besser zu verbinden, um so das Überleben der grössten Wildkatze Europas langfristig zu sichern.

