Aktuelles
Neues aus dem Sihlwald und dem Langenberg
Tschüss Fichte!
Die Rottannen sterben ab.
Im Moment lässt sich im Sihlwald ein historisches Ereignis beobachten: Die Rottannen sind am Absterben. Wer den Sihlwald regelmässig besucht, merkt deutlich: Hier passiert etwas!
Ein Spaziergang durch den Sihlwald zeigt: Die Rottannen sind am Absterben. Überall stehen dürre Stämme; zahlreiche Bäume liegen längst am Boden. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig: Die Fichte – so wird die Rottanne auch genannt – wurde im Mittelland künstlich eingebracht. Von Natur her, wächst sie in höheren Lagen. Hitze und Trockenheit verträgt diese Baumart jedoch schlecht, die Klimaerwärmung bereitet ihr zusätzlichen Stress. Die Auswertung von Satellitenaufnahmen zeigt: Seit 2018 sind im Sihlwald über dreissig Prozent der Rottannen abgestorben.
Spende für die Steinbock-Anlage
Checkübergabe von Coop
Heute kommt der Wildnispark Zürich in der Coop Zeitung gross raus. Grund dafür ist eine grosszügige Spende des Coop Regionalrats Zentralschweiz-Zürich für die Renovation der Steinbock-Anlage.
In den Wintermonaten hat der Wildnispark Zürich das Steinbockgehege umfassend saniert. Die Anlage ist bereits über 75 Jahre alt und war deshalb etwas in die Jahre gekommen. Der Coop Regionalrat Zentralschweiz-Zürich hat den Umbau mit 10 000 Franken unterstützt. Vielen herzlichen Dank dafür!

©Frederic Desmette
Gartenschläfer im Tierpark Langenberg
Neue Tierparkbewohner
Anstelle von Siebenschläfern werden im Wildnispark Zürich definitiv Gartenschläfer gehalten.
Seit August 2025 leben zwei Gartenschläfer im Müsli-Hüsli des Tierpark Langenberg. Nachdem die drei Siebenschläfer, die bisher in der Anlage gewohnt haben, aufgrund ihres hohen Alters im letztjährigen Winterschlaf verstorben sind, hat der Tierpark Langenberg vorübergehend zwei Gartenschläfer vom Tierpark Goldau übernommen.
Przewalski-Hengst aus dem Wildnispark Zürich in Kasachstan ausgewildert.
Es ist ein besonderer Moment für den Wildnispark Zürich: Nach monatelanger Eingewöhnung in einem speziell dafür eingerichteten Gehege durfte der im Wildnispark Zürich geborene Przewalskihengst «Galvan» Kasachstan in die Freiheit galoppieren.
2024 startete in Kasachstan ein neues Wiederansiedlungsprojekt für Przewalskipferde. Die Auswilderung findet im Naturschutzgebiet Altyn Dala im Zentrum Kasachstans statt, in der so genannten "Goldenen Steppe". Innerhalb von fünf Jahren sollen insgesamt rund vierzig Tiere ins Auswilderungsgebiet gebracht werden, um eine tragfähige neue Population aufzubauen. Nun durfte die zweite kleine Herde das Akklimatisationsgehege verlassen. Darunter ist auch «Galvan», ein Hengst, der im Wildnispark Zürich geboren wurde. Begleitet wird er von vier Stuten – Csárdás, Cili, Bűbáj und Celeb. Diese stammen ursprünglich aus dem Hortobágy Nationalpark in Ungarn und wurden während der letzten 12 Monate mit Galvan zu einem Harem zusammengeführt. Dabei wurden auch bereits erste Paarungen beobachtet.
Der Jahresbericht 2025 ist da!
Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr
Die Stiftung Wildnispark Zürich blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Das Jubiläum «25 Jahre wilder Sihlwald» bescherte dem einzigen Park von nationaler Bedeutung im Kanton Zürich viel Aufmerksamkeit. Weitere Höhepunkte waren die Auswilderung eines Luchses in Deutschland, die Auswilderung eines Przewalski-Hengstes in Kasachstan sowie die Wiederansiedlung von Steinkrebsen im Sihlwald. Auch mit ökologischen Aufwertungsmassnahmen leistete die Stiftung einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität im Sihltal.
Im vergangenen Jahr hatte die Stiftung Wildnispark Zürich viele Gründe zum Feiern. So zum Beispiel das Jubiläum «25 Jahre wilder Sihlwald». Seit einem Vierteljahrhundert darf sich der Sihlwald wieder in eine Wildnis verwandeln. Der ehemalige Nutzwald ist heute das grösste Naturwaldreservat des Mittellands und ein Park von nationaler Bedeutung – ein Meilenstein in der Wildnisgeschichte der Schweiz.
Verschollene Luchsin wieder aufgetaucht - mit Nachwuchs
Vreni lebt!
Grosse Freude im Wildnispark Zürich: Die im August 2024 im Thüringer Wald ausgewilderte Luchsin Vreni hat Nachwuchs bekommen. Die Freude ist umso grösser, weil das Luchsweibchen lange als verschollen galt.
Die freilebenden Luchsbestände sind in West- und Zentraleuropa stark unter Druck. Die einzelnen Populationen sind teilweise sehr klein und schlecht miteinander vernetzt, dadurch drohen die Bestände genetisch zu verarmen. Gezielte Auswilderungen tragen dazu bei, die Populationen miteinander zu verbinden und zu stärken.
Brücke Sihlbrugg Station gesperrt
Zwischen 27. April und 2. Oktober 2026 bleibt die Brücke über die Sihl bei Sihlbrugg Station gesperrt. Grund sind nötige Sanierungsarbeiten. Eine Umleitung ist nicht signalisiert. Die Sihl kann bei Sihlwald und bei Sihlbrugg (Dorf) überquert werden.
Wir engagieren uns für freilebende Wisente
Das Magazin Wildnis ist da!
Ab sofort liegt im Tierpark Langenberg und beim Besucherzentrum des Naturerlebnisparks Sihlwald unsere Zeitschrift «Wildnis» wieder auf.
Steinbockanlage fertig saniert
Ein neues Zuhause für den König der Alpen
Freude herrscht! Die Sanierung der Steinbockanlage ist abgeschlossen. Die Herde kann nun wieder auf den frisch renovierten Felsen herumklettern.
Die Steinbock-Anlage im Wildnispark Zürich ist schon über 75 Jahre alt. Da das Bauwerk etwas in die Jahre gekommen ist, musste es in den letzten Monaten saniert werden. Die markanten Felsen waren teilweise bröckelig geworden, auch der Bodenbelag und der Zaun mussten erneuert werden. Im Grundsatz blieb die Anlage jedoch in der bisherigen Form erhalten, denn sowohl ihre Grösse als auch die Gestaltung haben sich bewährt.
Biber: Vom Wildnispark nach Biberbrugg?
Der grosse Nager erobert die Sihl
Im Kanton Zürich leben rund 520 Biber in 165 Revieren, das zeigte das neuste Bibermonitoring. Der Bestand wächst, vorwiegend im südlichen Kantonsteil. Neue Biberreviere gibt es beispielsweise entlang der Sihl und der Limmat.
Vor 200 Jahren verschwand der Biber wegen intensiver Bejagung aus der Schweiz. Dank Wiederansiedlungsprojekten zwischen 1956 und 1977 hat sich der Bestand wieder erfreulich entwickelt. Heute leben hierzulande knapp 5'000 Tiere.









