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		<title>25 Jahre wilder Sihlwald | Wildnispark Zürich</title>
		<link>https://www.wildnispark.ch/?id=455</link>
		<description></description>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 14:44:02 +0200</pubDate>
		<category>Wildnispark Zürich</category>
		<item>
			<link>https://www.wildnispark.ch/de/der-park/naturerlebnispark-sihlwald/25-jahre-wilder-sihlwald/wandertipp-697</link>
			<title>Wandertipp</title>
			<description>&lt;p&gt;Rucksack mit Proviant befüllen, Wanderschuhe anziehen, Sonnencreme einschmieren, Zeckenspray einpacken – auf geht’s!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ausganspunkt ist die Albispasshöhe – bequem mit der Buslinie 240 erreichbar –, die einen wunderbaren Ausblick über Zürich, den Zürichsee, dem Sihltal und die Alpen bietet. Von hier führt die Wanderung an belebten Biotopen und hitzegeplagten Fichten mit Spechtlöchern vorbei. Später gelangt man zu einer Burgruine, den Überbleibseln der Waldeisenbahn und zu mächtigen Baumriesen unter denen einst sogar Eleanor Roosevelt stand.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Je weiter man talabwärts Richtung Weiler Sihlwald wandert, desto deutlicher wird: Hier gedeiht wilde Natur.&amp;nbsp;Überall liegen tote Baumstämme, manche ragen kahl in den Himmel, andere sind überzogen von Pilzen und Moosen. Es sind keine störenden Überreste, sondern Lebensräume, die unglaublich wertvoll sind. In der Schweiz sind rund 6000 Pilz-, Tier- und Pflanzenarten auf Totholz angewiesen. Aber gerade im Mittelland fehlen solche Strukturen, weil die meisten Wälder&amp;nbsp;intensiv genutzt werden. Die von Waldarbeitern angepflanzten Fichten und die Waldeisenbahn erinnern noch an die Zeit, als auch der Sihlwald noch als Holzlieferant für die Stadt Zürich diente.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Heute aber darf der Sihlwald natürlich wachsen, gedeihen und vergehen – seit nunmehr über 25 Jahren.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Jubiläumswanderung bietet einen eindrücklichen Einblick in den wilden Sihlwald und zeigt deutlich, wie hier die Veränderung von einem Nutzwald zu einem Naturwald voll im Gange ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Also nichts wie los! Den vollständigen Routenbeschrieb gibt’s als PDF – perfekt zum Mitnehmen auf dem Handy. &amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;https://www.wildnispark.ch/de/allgemein/aktuelles/wandertipp--691&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Hier geht&amp;apos;s zum vollständigen Routenbeschrieb&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 27 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.wildnispark.ch/data/Ressources/1744187085-BBB_MIT_LOGO_Totholz_Wildnis_Schnabelweg_Kernzone_Foto_Wildnispark_Zuerich_Mirella_Wepf_(2).jpg" length="3129122" type="image/jpeg">
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.wildnispark.ch/de/der-park/naturerlebnispark-sihlwald/25-jahre-wilder-sihlwald/totholz-im-sihlwald-692</link>
			<title>Totholz im Sihlwald</title>
			<description>&lt;p&gt;Alte und abgestorbene Bäume sind wichtig für die Biodiversität. In Schweizer Wäldern ist rund ein Viertel aller Arten&amp;nbsp;auf Alt- bzw.&amp;nbsp;Totholz&amp;nbsp;angewiesen. Insgesamt sind dies laut Bundesamt für Umwelt etwa 6000 Arten. Darunter rund 2500 Pilze, 1300 Käfer, 670 Flechten und 130 Schnecken – aber auch zahlreiche andere&amp;nbsp;Insekten sowie Vögel, Kleinsäuger, Amphibien und Reptilien, denen alte und tote Stämme Bruthöhlen, Nahrung, Deckung oder ein feuchtes Milieu bieten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Alt- und Totholzfauna gehört in Mitteleuropa zu den am stärksten gefährdeten Lebensgemeinschaften. Umso wichtiger sind daher Naturwaldreservate wie der Sihlwald. Sie sind ein wichtiger Baustein für den Erhalt der Biodiversität.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Viel mehr Totholz als noch vor rund 25 Jahren&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Im Sihlwald wurde vor über 25 Jahren die wirtschaftliche Nutzung des Waldes eingestellt. Seither hat sich das Totholz-Volumen im Sihlwald fast verdoppelt und ist auf über 50 m³&amp;nbsp;pro Hektare angewachsen. Das ist zweimal so viel wie im Schweizer Durchschnitt und im Vergleich zum Durchschnitt im Mittelland sogar das Dreifache (Quelle: &lt;a href=&amp;quot;https://www.dora.lib4ri.ch/wsl/islandora/object/wsl%3A23454/datastream/PDF/Br%C3%A4ndli-2020-Schweizerisches_Landesforstinventar._Ergebnisse_der_vierten-%28published_version%29.pdf&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Schweizerisches Landesforstinventar&lt;/a&gt;, S. 218).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Durch Extremereignisse wie Stürme, Hitze und Trockenheit wurde der natürliche Waldkreislauf im Sihlwald seit 2018 zusätzlich stark beschleunigt. Die Rückkehr zu einer natürlichen Waldstruktur und Gebieten mit späten Waldphasen verläuft schneller als ursprünglich erwartet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Damit entwickelt sich der Sihlwald zu einem essentiellen Lebensraum für eine ganze Reihe von Pilzen, Flechten, Moosen, Käfern und Wirbeltieren. Dazu gehören auch Urwaldreliktarten wie der Kleine Kugel-Stutzkäfer, die auf naturbelassene Waldstrukturen angewiesen sind. Der Sihlwald gehört zu den wenigen Standorten&amp;nbsp;in der Schweiz, in denen der Kleine Kugel-Stutzkäfer nachgewiesen wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;?id=11&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Mehr zum Naturwaldreservat&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 27 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
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			<link>https://www.wildnispark.ch/de/der-park/naturerlebnispark-sihlwald/25-jahre-wilder-sihlwald/sie-kehren-zurueck-675</link>
			<title>Sie kehren zurück!</title>
			<description>&lt;p&gt;Eine grosse Menge an Totholz und Wälder, in welchen&amp;nbsp;der natürliche Kreislauf intakt ist, dies sind&amp;nbsp;Voraussetzungen für Lebensräume von sogenannten «anspruchsvollen Arten». Diese erfüllt der Sihlwald immer mehr. Seit mehr als 25 Jahren wird der Natur hier der Vortritt gewährt und so kehren seltene oder gar ausgestorben geglaubte Arten wieder ins Schweizer Mittelland in den Sihlwald zurück. So auch der Kleine Kugel-Stutzkäfer (&lt;em&gt;Abraeus parvulus&lt;/em&gt;).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In den vergangenen rund 25 Jahren hat sich im Sihlwald vieles verändert: Das Totholzvolumen hat sich in den letzten 20 Jahren praktisch verdoppelt und liegt nun weit über dem Schweizer Durchschnitt. Stürme wie Burglind 2018&amp;nbsp;oder Trockenperioden im Sommer, sowie anschliessender Borkenkäferbefall haben diesen Prozess beschleunigt. Damit bietet der Sihlwald seltenen und gefährdeten Arten einen idealen Lebensraum: Über 6000 Tier-, Pilz- und Pflanzenarten brauchen totes Holz als Lebensgrundlage.&amp;nbsp;Der Sihlwald entwickelt sich zu einem Hotspot für diese Arten.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Deswegen sind Naturwaldreservate wie der Sihlwald für das Überleben von anspruchsvollen Arten essenziell.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;?id=11&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Mehr zum Naturwaldreservat&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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			<pubDate>Tue, 27 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
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			<link>https://www.wildnispark.ch/de/der-park/naturerlebnispark-sihlwald/25-jahre-wilder-sihlwald/die-zonen-im-sihlwald--700</link>
			<title>Die Zonen im Sihlwald </title>
			<description>&lt;p&gt;Der Sihlwald gehört zu den zwanzig Pärken von nationaler Bedeutung. 2010 hat er vom Bund das Label «Naturerlebnispark» erhalten. Ein Naturerlebnispark besteht aus einer streng geschützten Kernzone und einer Naturerlebniszone.&amp;nbsp;So bietet er zahlreichen Tier- Pilz- und Pflanzenarten ungestörten Lebensraum; zugleich erhalten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, die wilde Natur hautnah zu erleben. In beiden Zonen gilt sogenannter Prozessschutz: Die Natur darf sich ungestört und dynamisch entwickeln und der Mensch greift seit 25 Jahren nicht mehr ein.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Naturerlebniszone&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;In der Naturerlebniszone, die sich im Sihlwald über rund 4.8 Quadratkilometer erstreckt, darf der Wald aktiv entdeckt werden. Im Frühling kann man Bärlauch pflücken, im Sommer Brombeeren lesen und im Herbst Pilze sammeln. Man darf den Wald auch abseits der Wege erkunden. Grillieren ist an markierten Feuerstellen erlaubt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zusätzlich gibt es ein paar wenige Offenflächen, welche als Naturschutz- oder Artenförderungszonen bezeichnet werden. Wie der Name schon sagt, dienen diese Zonen speziell zur Förderung bestimmter Arten. Deswegen gilt hier Wegpflicht.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Kernzone&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;In anderen Teilen des Waldes begegnet man an zahlreichen Baumstämmen immer wieder dem aufgesprayten Wort «Kernzone».&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In dieser Zone darf man die Wege nicht verlassen. Feuermachen und das Sammeln von Pilzen, Pflanzen und andere Naturmaterialien ist hier verboten. So erhalten Rothirsch, bodenbrütende Vögel und seltene Arten wie der Kleine Kugel-Stutzkäfer einen wertvollen Lebensraum und einen sicheren, ruhigen Rückzugsort.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Insgesamt ist die Kernzone rund 4.4 Quadratkilometer gross.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Mit Bedacht unterwegs&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Da im Sihlwald seit über 25 Jahren keine Holzwirtschaft mehr betrieben wird, stehen hier deutlich mehr alte, geschwächte oder gar abgestorbene Bäume. Für die Biodiversität ist dies ein grosses Plus – mehr als 6000 Tier-, Pilz- und Pflanzenarten sind in der Schweiz auf so genanntes Totholz angewiesen. Doch für den Menschen bedeutet dies, beim Wandern oder Rasten die Augen gut offenzuhalten. Schrägstehende Bäume können umfallen und aus den Baumkronen können sich abgestorbene Äste lösen – insbesondere bei windigen Wetterlagen.&lt;/p&gt;
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			<pubDate>Tue, 27 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
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			<link>https://www.wildnispark.ch/de/der-park/naturerlebnispark-sihlwald/25-jahre-wilder-sihlwald/die-vergangenheit-des-sihlwaldes-672</link>
			<title>Die Vergangenheit des Sihlwaldes</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wussten Sie, dass der Sihlwald früher mal zum Fraumünsterkloster gehörte? Mehr dazu&amp;nbsp;in der 2025 Ausgabe des Magazins «&lt;a href=&amp;quot;https://www.wildnispark.ch/de/allgemein/ueber-uns/publikationen/magazin-wildnis-2025-685&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Wildnis&lt;/a&gt;».&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jahrhundertelang diente der Sihlwald als wichtige Quelle für Brenn- und Bauholz. Im 14 . Jahrhundert erhielt die Stadt Zürich den Wald links der Sihl von den Habsburgern. Der Wald rechts der Sihl gehörte seit 853 dem Fraumünsterkloster. Das Kloster wurde im Zuge der Reformation 1524 aufgelöst und mitsamt seinen Ländereien an die Stadt übergeben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mitte des 19. Jahrhunderts wurde im Sihlwald eine schmalspurige Waldeisenbahn gebaut, um die Effizienz der Holzförderung steigern. Das heutige Besucherzentrum des Naturerlebnisparks war bis 1991 ein Werkplatz mit Sägerei, Schule und Poststelle, wo das Holz weiterverarbeitet wurde. Lange Jahre herrschte im Wald reger Betrieb: Rufe der Arbeiter, das Krachen fallender Bäume, das Schlagen der Äxte und das Rattern der Waldeisenbahn erfüllten die Luft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit der Stilllegung des Werkplatzes und der Gründung der Stiftung «Naturlandschaft Sihlwald» (1994) begann ein neues Kapitel: Mehr und mehr stand der Naturschutz im Zentrum. Im Jahr 2000 wurde die Waldbewirtschaftung schliesslich ganz eingestellt, seither entwickelt sich der Sihlwald langsam zurück zur Wildnis und gehört zu den 20 Pärken von nationaler Bedeutung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mehr zur Geschichte des Sihlwaldes erfahren Sie in unserer Ausstellung im Besucherzentrum.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;?id=357&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Mehr zur Sihlwald-Ausstellung&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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			<pubDate>Tue, 27 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.wildnispark.ch/de/der-park/naturerlebnispark-sihlwald/25-jahre-wilder-sihlwald/die-bewohner-des-sihlwaldes--705</link>
			<title>Die Bewohner des Sihlwaldes </title>
			<description>&lt;p&gt;Seit mehr als 25 Jahren darf sich der Sihlwald frei entfalten und ist seither ein Rückzugsort für viele Arten, die andernorts kaum noch Lebensräume finden. Darunter auch jene, die auf den ersten Blick verborgen bleiben, den Sihlwald aber so besonders machen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Winzig kleine Wunder&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Streift man durch den Sihlwald, fallen einem sofort die vielen umgefallenen Baumstämme und moosüberzogenen Strünke ins Auge. Was auf den ersten Blick verfallen wirkt, entpuppt sich bei genauem Hinschauen als wertvollen Lebensraum voller kleiner Sensationen. Ein Paradebeispiel: der Kleine Kugel-Stutzkäfer. Gerade mal ein Millimeter gross, lebt er in alten, zerfallenen Baumruinen in der Nähe von Ameisennestern. Der Käfer ist ein sogenanntes Urwaldrelikt.&amp;nbsp; Er kommt nur noch in Wäldern vor, in denen ein natürlicher Waldlebenszyklus mit alten und abgestorbenen Bäumen abläuft. Dass er 2016 im Sihlwald nachgewiesen wurde, zeigt, wie wertvoll die ungestörte Waldentwicklung ist.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Pilzbewachsene Buchen dienen den Kleinsten als Lebensraum&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ein weiterer seltenere Bewohner ist der Kerbhalsige Zunderschwamm-Schwarzkäfer, der erst im Juni 2024 im Sihlwald entdeckt wurde – ein Erstnachweis für den Kanton Zürich. Auch er ist winzig klein, nur sechs bis sieben Millimeter gross, und lebt auf dem Zunderschwamm. Diese Pilzart gedeiht nur dort, wo abgestorbene und geschwächte Laubbäume nicht aus dem Wald entfernt werden. Zunderschwämme sind meistens an der Rotbuche zu finden. Davon gibt es viele im Sihlwald, denn dieser ist ein typischer Buchenmischwald. Dieser Waldtyp prägte früher weite Teile Mitteleuropas. Einzelne der hier wachsenden Buchen sind sogenannte Baumriesen und mehrere hundert Jahre alt.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Der Sihlwald als Fundort für seltene Arten&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;An Rinden und Ästen finden sich zudem Moose und Flechten. Im Sihlwald sind darunter wahre Raritäten. So galt die Flechte &lt;em&gt;Rinodina polyspora&lt;/em&gt; lange als schweizweit ausgestorben, bis sie im Sihlwald wieder entdeckt wurde. Und auch das hübsche Goldhaarmoos oder das Ungleichästige Zackenmützenmoos sind hier zu finden – beide äusserst selten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Sihlwald zeigt: Wenn man einen Wald sich selbst überlässt, entsteht nicht Stillstand, sondern Vielfalt. Und nebst den altbekannten Bewohnern – den Füchsen, Käuzen oder eben Buchen – finden auch viele andere, kaum sichtbare Arten hier ein Zuhause.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;button&amp;quot; href=&amp;quot;?id=259&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Mehr zur Flora und Fauna im Sihlwald&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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			<pubDate>Tue, 27 Jan 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
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			<link>https://www.wildnispark.ch/de/der-park/naturerlebnispark-sihlwald/25-jahre-wilder-sihlwald/totholz-zuckerwatte-im-winter-724</link>
			<title>Totholz-Zuckerwatte im Winter</title>
			<description>&lt;p&gt;An abgestorbenen Bäumen und Ästen, welche im Sihlwald liegengelassen werden, finden sich in den kalten Wintermonaten filigrane, Zuckerwatten ähnliche Gebilde, bekannt als «Haareis». Es besteht aus feinen, haarähnlichen Eiskristallen, die oft weniger als ein Zehntel Millimeter Durchmesser erreichen und entsprechend zerbrechlich sind.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Auf pilzbefallenem Holz wachsen Haare&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Haareis entsteht ausschliesslich auf totem Laubholz, das vom Pilz &lt;em&gt;Exidiopsis effusa&lt;/em&gt; (Rosagetönte Gallertkruste) besiedelt ist. Dieser Pilz bleibt auch im Winter aktiv und baut die im Holz vorhandenen Nährstoffe ab. Dabei entstehende Gase verdrängen das flüssige Wasser im Holz, das durch die Holzporen nach aussen gedrückt wird und bereits knapp unter dem Gefrierpunkt zu feinen Eisfäden gefriert. Da kontinuierlich Wasser aus dem Holz nachströmt, wächst das Eis fortlaufend nach und formt die charakteristische haarige Struktur.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Haareis nur bei idealen Bedingungen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Sichtbar wird dieses seltene Naturphänomen nur bei ganz bestimmten Wetterlagen: Haareis bildet sich über Nacht und bleibt meist nur kurz bestehen. Kalte, schneelose und vor allem windstille Wintertage sind entscheidend, da schon leichter Wind die fragilen Gebilde zerstört. Besonders häufig lässt sich Haareis deshalb in schattigen, windgeschützten Mulden entdecken – stets in Bodennähe, direkt auf dem feuchten, pilzbefallenen Totholz, aus dem es herauswächst.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 11 Dec 2025 00:00:00 +0100</pubDate>
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			<link>https://www.wildnispark.ch/de/der-park/naturerlebnispark-sihlwald/25-jahre-wilder-sihlwald/andreas-speich-im-portraet-711</link>
			<title>Andreas Speich im Porträt</title>
			<description></description>
			<pubDate>Thu, 11 Sep 2025 00:00:00 +0200</pubDate>
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