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im Rhythmus der Natur

NATURERLEBNISPARK - PARK VON NATIONALER BEDEUTUNG

Der Wildnispark Zürich-Sihlwald hat am 28. August 2009 vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) das offizielle Label "Naturerlebnispark - Park von nationaler Bedeutung" zugesprochen bekommen. Dies ist das Ergebnis einer langjährigen, fruchtbaren Zusammenarbeit von Stadt und Kanton Zürich, Pro Natura und den Gemeinden des Bezirks Horgen.

Der Wildnispark Zürich-Sihwald ist der erste und einzige Schweizer Park mit dem Label Naturerlebnispark. Mit diesem Label, welches von ab Januar 2010 gilt, hat die Schweiz bald vier Pärke von nationaler Bedeutung. Dies werden neben dem Schweizerischen Nationalpark und dem Wildnispark Zürich Sihwald der regionale Naturpark Thal und die UNESCO Biosphäre Entlebuch sein. Die Anerkennung wird für zehn Jahre verliehen und muss danach wieder neu beantragt werrden.

Erhaltung unberührter Natur - Nähe Ballungsraum
Im Gegensatz zu den Projekten der regionalen Naturparks (Thal und Entlebuch) liegt bei einem Naturerlebnispark der Fokus auf der Erhaltung unberührter Natur. Die Anforderungen mit der Errichtung von Kern- und Umgebungszonen sind ähnlich wie beim Schweizerischen Nationalpark. Zusätzlich muss er im Umfeld eines grösseren Ballungsgebietes liegen. Der Wildnispark Zürich vermittelt so zwischen dem urbanen Raum Zürich-Zug-Luzern und sich selbst überlassener Natur im Sihlwald. Die Kontraste können damit unmittelbar erlebt werden. Dabei werden die Besuchenden über Tiererlebnisse im Langenberg und Ausstellungen im Besucherzentrum in Sihlwald an das Abenteuer «Wildnis» herangeführt. Der Wildnispark Zürich kann damit sozusagen als «Einsteiger-Park» bezeichnet werden.

Anerkennung
Im Januar 2008 wurde der Managementplan zur Errichtung eines Naturerlebnisparks für den Sihlwald beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) eingereicht. In der Folge waren einige Änderungen nötig, unter anderem ein Namenswechsel von «Naturpark Zürich» zu «Wildnispark Zürich», um Verwechslungen mit der Kategorie «Naturpark von regionaler Bedeutung» zu vermeiden. Nach diesen Änderungen hat das BAFU dem Wildnispark Zürich grünes Licht für die nächste Stufe gegeben und im das Label «Kandidat Naturerlebnispark» verliehen. Im Januar 2009 erfolgte die Eingabe des Managementplans für den Betrieb des Wildnisparks Zürich. Parallel dazu fanden Gespräche mit dem BAFU über die Programmvereinbarung statt. Die Vergabe des definitiven Labels «Naturerlebnispark - Park von nationaler Bedeutung» wurde am 28. August 2009 bekanntgegeben.

Definition Naturerlebnispark: Bundesamt für Umwelt (BAFU)

Ein Naturerlebnispark ist ein Gebiet, das in einer dicht besiedelten Region liegt (im Umkreis von 20 km des Kerns einer Agglomeration, in topographisch ähnlicher Höhenlage, sowie mit ÖV gut erreichbar). Es soll über naturnahe Gebiete verfügen, sich für die didaktische Vermittlung von Naturerlebnissen anbieten und die Lebensqualität der städtischen Bevölkerung verbessern.

Ein Naturerlebnispark weist eine Fläche von mindestens 6 km2 auf und ist in zwei Zonen gegliedert:

Kernzone

  • Minimalfläche von 4 km2.
  • Dem Schutz von Natur und Landschaft bestimmte Zone.
  • Geregelte Zugänglichkeit für die Allgemeinheit.
  • Keine Bewirtschaftung und andere menschliche Aktivitäten.
  • Keine Jagd und Fischerei, ausser bei nachgewiesenem Gesundheitsrisiko der Fauna.
  • Kein Mitführen von Tieren, ausser Hunden an der Leine.
  • Ausnahmen sind aus wichtigen Gründen zulässig.

Übergangszone

  • Erhaltung, Pflege und Aufwertung der Natur- und Landschaftswerte.
  • Dient der Bevölkerung für Naturerlebnisse und zur Umweltbildung.
  • Hat Pufferfunktion zwischen Kernzone und intensiv genutzter Umgebung ausserhalb des Parks.
  • Land- und waldwirtschaftliche Nutzung sowie neue Bauten und Anlagen sind ausgeschlossen, wenn diese unberührte Lebensräume beeinträchtigen.